Über Luft fahren?

Ein fliegendes Schiff ist wohl eher ein Teil eines Kinderbuchs, als ein Vorschlag zur Eindämmung des Klimawandels. Europas Wissenschaftler wollen ein solches „fliegendes“ Schiff nun entwickeln und nutzen dafür die Technologie des „Salvinia-Effekts“.

Worum es geht
Schiffe brauchen Unmengen an Schweröl, welches viel kostet und der Umwelt schadet, daher sollen neue Technologien helfen Schiffe effizienter zu nutzen. Eine Technologie stellt der „Salvinia-Effekt“ dar, der es erlaubt eine Luftschicht unterwasser zu halten. So könnte diese Technologie unter Schiffen angewendet werden, um diese im Wasser „fliegen“ zu lassen. Sinn dabei ist es, die Reibungen von den Schiffen zu verringern und so ein leichteres vorankommen zu ermöglichen.

Die Natur als Vorbild
Der Biologe und Professor Wilhelm Barthlott von der Universität Bonn und der Physiker Prof. Thomas Schimmel vom KIT gelten dabei als die, die den Stein ins Rollen gebracht haben. Die beiden Wissenschaftler konnten zusammen den „Salvinia-Effekt“ bei Schwimmfarnen entdecken, welche den Effekt nutzen um auf der Wasseroberfläche zu schwimmen. Von dieser Pflanze stammt auch der Name „Salvinia“ (Schwimmfarn)

Unterstützung des Projekts
Das junge Projekt trägt den Namen „Aircoat“ und wird u.a. geleitet von Prof. Thomas Schimmel. „Aircoat“ wird aufgrund der hohen Erwartungen nun auch schon von der Europäischen Kommission unterstützt, mit einem Beitrag von 5,3 Millionen Euro, wovon das KIT rund eine Millionen Euro erhält. Am 1.Mai 2018 ist das Projekt gestartet und wird voraussichtlich 3 Jahre laufen.

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