Bei den Mainzelmännchen

Im Mai 2017 besuchte die Klasse 6b im Rahmen einer Betriebserkundung die Sendezentrale des ZDF in Mainz, um herauszufinden, wie und was beim Fernsehen gearbeitet wird.

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1960 wurde ein zweites öffentlich-rechtliches Fernsehen gegründet. Das „Zweite Deutsche Fernsehen“, ZDF genannt, hat seine Zentrale in Mainz auf dem Lerchenberg. Von dort aus werden nicht nur Filme gesendet, sondern auch eigene Produktionen aus den Studios,  wie z.B. das „heute- Journal“, „WiSo“ oder „Hallo Deutschland“.

Die Mainzelmännchen sind das Markenzeichen des ZDF und kommen mit ihren Späßen  immer vor und nach einer Werbung. Sie sind schon 50 Jahre alt und immer noch sehr beliebt.

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Beim ZDF müssen viele Leute mitarbeiten, damit eine Sendung gelingt. Das sind zum Beispiel Tontechniker/Innen, um den Ton gut aufzunehmen, oder Cutter/Innen, um die Filme zu schneiden, damit alles zusammenpasst, aber auch Elektroniker/Innen, die die elektronischen Geräte  installieren oder reparieren, wenn sie kaputt sind.

Im modernen Nachrichtenstudio nutzt man „Green Screen“, auch „Grüne Hölle“ genannt. Die Moderatoren und Moderatorinnen dürfen keine grünen Kleider tragen, weil man dann nur den Kopf und die Beine der Personen sehen würde, denn die Kleidung, aber auch Gegenstände, verschmelzen durch „Green Screen“ mit der grünen Studiofarbe. Dadurch kann man sie nicht mehr erkennen.  Auf dem Grün erscheinen dafür Bilder, die am Computer eingefügt werden können.

Für manche Sendungen werden auch Studios im Freien aufgebaut, wie zum Beispiel beim ZDF- Fernsehgarten, der sich auf dem Gelände des ZDF befindet. Das ist eine Unterhaltungsshow, die Live übertragen wird, aber nur sonntags im Sommer.

In diesem sehr schönen Fernsehgarten gibt es eine Bühne, Zuschauerplätze, einen Gemüsegarten und sogar ein Schwimmbad. Aber in diesem Pool schwimmt man nicht, er ist nur für Wassershows gedacht. Am Schwimmbad finden jedoch Modenschauen und auch Musikauftritte mit bekannten Musikern statt. Für die Veranstaltungen im Fernsehgarten kann man sich Karten besorgen und sich alles dort live ansehen. Die Prominenten, die im Fernsehgarten auftreten, haben vor ihren Auftritten eigene Räume, in denen sie sich vorbereiten und von Visagisten/Innen schminken lassen können.

Dann die Studios im Gebäude des ZDF: Dort werden die Sendungen aufgenommen, die regelmäßig ausgestrahlt werden. Dafür werden die Moderatoren geschminkt und von den vielen Scheinwerfern angestrahlt. Aber auch die Kameras müssen vor der Sendung eingestellt werden. Um eine Sendung drehen zu können, müssen z.B. die Lichttechniker die Helligkeit der Scheinwerfer richtig einstellen. Die Moderatoren haben ihren Text nicht auswendig gelernt, sondern sie lesen alles von einer elektronischen Tafel ab, die man Teleprompter nennt. Wenn dieser ausfällt, dann haben die Sprecher aber auch immer Blätter dabei, auf welchen die Texte stehen.

Im ZDF gibt es außer den Studioräumen für die verschiedenen Sendungen auch Tonstudios. Dort ist es ganz still und man kann wichtige Tonaufnahmen machen, die mit den Filmen eingespielt werden.

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Uns hat der Besuch viel Spaß gemacht und wir haben viel erfahren, auch weil unsere Führung so toll gestaltet war. Am Ende des Besuchs konnten wir im ZDF-Shop einkaufen und uns selbst auf dem Bildschirm bewundern. Denn das ZDF hat in der Vorhalle eine kleine Bühne eingerichtet. Wenn man diese betritt, erscheint man auf einem Bildschirm, auf dem der Nachrichtensprecher Klaus Kleber eingeblendet ist. So sieht es aus, als würde man sich mit Herrn Kleber unterhalten. Das war richtig lustig.

Bericht und Bilder: Henrik und Lukas, Klasse 7b

 

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