Projekt Kulturbeutel

Heute berichten wir euch unserer Eindrücke über unser Kulturbeutelprojekt. Der Impuls kam, als die Bürgermeisterin Frau Kaps, die Schulen aufforderte, freiwillig Kulturbeutel anzulegen und zu besorgen.

Erfolgreich haben wir mit eurer Hilfe viele Kulturbeutel gesammelt. Dafür wollen wir uns im Namen der Flüchtlinge bedanken.

Hier seht ihr einige Bilder von den Kulturbeuteln und der Kasern.

Als wir bei der Kaserne ankamen, wurden wir von Frau Klipp empfangen. Sie hat uns erklärt, dass die Flüchtlinge sehr viel Schlaf brauchen, dass sie dreimal am Tag in der Kantine zu essen bekommen, dass sie eine Spielecke für die Kinder haben und viel Deutschunterricht nehmen. Viele brauchen Zeit, um in den Alltag zurück zu kehren. Ohne die vielen Freiwilligen (Security, Deutschlehrer, Erzieher, Dolmetscher etc.) würden sie nicht alles auf die Reihe bekommen.

Zwei Flüchtlinge haben uns (Schüler aus der IGS-Speyer) einen Vortrag gehalten, wie und warum sie nach Deutschland gekommen sind. Ein Journalist (bzw. Flüchtling) hat uns berichtet, dass er ein sehr schönes Leben mit seiner Familie hatte. Aber dadurch, dass er als Journalist sehr bekannt war, wurde ihm gedroht, dass er nicht mehr nach Hause kommen darf. Sonst würden er und seine Familie getötet und sein Haus gesprengt werden. Die Kaserne ist ein Erstaufnahmelager für die Flüchtlinge, die nach sechs bis acht Wochen in eine Flüchtlingsunterkunft gebracht werden. Damit sie sich hygienisch versorgen können, bekommen sie einen Kulturbeutel.

 

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Persönliche Eindrücke

Tamina:

„Mir taten die Kinder dort leid, da ich in ihren Gesichtern gesehen habe, dass sie über den Krieg in ihren Heimatländern geschockt sind. Als der Journalist uns von dem Geschehen in seinem Heimatland erzählt hat, hatte ich Mitleid mit ihm, weil ihm und seiner Familie gedroht wird und er alles durch den Krieg verliert. Für mich hat das Auffanglager gewirkt, als wären die Menschen dort hilfebedürftig. Sie erhalten dort jedoch auch Hilfe von den vielen freiwilligen Helfern.“

 

Laura:

„Das Auffanglager hat auf mich nicht besonders einladend gewirkt, aber es ist besser als keine Unterkunft. Ich war geschockt, als uns der Journalist von seinem Erlebnis erzählt hat, dass man von jetzt auf nachher alles verlieren kann. Als wir kurz bei den Kindern waren, haben sie auf mich glücklich gewirkt.“

 

Fabienne:

„Ich finde es traurig, dass unschuldige Menschen bedroht werden. Und dass die Menschen ohne einen Grund Krieg anfangen.“

 

Shahin:

„Als wir dort reinkamen, habe ich gesehen, dass die Kinder mit Flip Flops rumlaufen. Ich habe mich gewundert wieso ihnen nicht kalt ist. Als wir dann reinkamen, haben uns zwei Männer erzählt was in Syrien passiert ist. Ein Mann hat uns gesagt das die IS ihm droht seine Familie umzubringen, wenn er zurückkommt. Ich hatte Mitleid und finde es traurig, dass die IS in Syrien so viel Böses anrichtet.“

 

Bericht: Tamina Schleich, Bilder: Noah Sawallisch